Aktuelles

01.07.2021 

Neue Verordnung (EU) 2019/1020: Wichtig für Inverkehrbringer von Produkten, die bestimmten Harmonisierungsvorschriften unterliegen

Mit dem Inkrafttreten der Verordnung  (EU) 2019/1020 am 16. Juli 2021 wird für Inverkehrbringer von Produkten in der Union der Artikel 4  „Aufgaben der Wirtschaftsakteure hinsichtlich Produkten, die bestimmten Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union unterliegen“ sehr wichtig.

Der Artikel bezieht sich auf 18 Harmonisierungsrechtsvorschriften, darunter fallen beispielweise die Niederspannungs- und EMV-Richtlinie, die Funk-Richtlinie, die RoHS-Richtlinie oder die Spielzeugrichtlinie. Für Produkte, die diesen Vorschriften unterliegen, ist neben den entsprechenden Harmonisierungsvorschriften, auch der Artikel 4 zukünftig anzuwenden.

Hiernach dürfen diese Produkte nur auf dem Markt in der Union bereitgestellt werden, wenn es einen in der Union niedergelassenen Wirtschaftsakteur gibt, der die Aufgaben nach Artikel 4 erfüllt. Hierunter fallen beispielweise:

- Überprüfung, dass die EU-Konformitätserklärung oder die Leistungserklärung und die technischen Unterlagen erstellt wurden, falls die Harmonisierungsvorschriften dies für das Produkt vorschreiben.           
- Bereithaltung der Konformitätserklärung oder der Leistungserklärung für die Marktaufsichtsbehörden und  Sicherstellung, dass die technischen Unterlagen diesen Behörden auf Aufforderung zur Verfügung gestellt werden können.

Die Rolle des Wirtschaftsakteurs kann von einem der unten stehenden Verantwortlichen übernommen werden:

- in der Union niedergelassener Hersteller,
- ein Einführer, wenn der Hersteller nicht in der Union niedergelassen ist,
- ein Bevollmächtigter,
- ein in der Union niedergelassener Fulfilment-Dienstleister, sofern kein anderer Wirtschaftsakteur in der Union niedergelassen ist.

Speziell die Bereithaltung der technischen Unterlagen für die Behörden, könnte für die Wirtschaftsakteure zukünftig eine Herausforderung darstellen. Aus diesem Grund ist es wichtig frühzeitig den Wirtschaftsakteur zu bestimmen, der die Einhaltung seiner Verpflichtungen sicherzustellen hat.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Produkt der neuen Verordnung unterliegt oder andere Fragen zur Verordnung haben, sprechen Sie uns gerne an.

04.03.2021 

Novellierung des Batteriegesetzes

Seit dem 1. Januar 2021 gilt das neue Batteriegesetz in Deutschland. Hierbei sind für Hersteller von Gerätebatterien einige Änderungen zu beachten. Die bisherige Anzeige beim Umweltbundesamt durch die Hersteller wird eingestellt und es hat stattdessen eine Registrierung bei der stiftung ear  zu erfolgen. Für Hersteller mit aktuellen Registrierungsdaten, die sich bis zum 31.12.2020 registriert haben, gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2021. Eine rechtzeitige Registrierung bei der stiftung ear, obliegt hierbei dem jeweiligen Hersteller. Als Hersteller sollten Sie beachten, dass keine automatische Übernahme der Registrierungsdaten erfolgt und dass die Bearbeitungszeit der stiftung ear, bei vollständiger Vorlage, bis zu 7 Wochen betragen kann.  
Als Hersteller von Gerätebatterien haben Sie die Entsorgung ihrer Altbatterien sicherzustellen. Hierbei können sie entweder ein eigenes Rücknahmesystem, das sogenannte Eigenrücknahmesystem gründen oder sich einem bereits genehmigten System anschließen. Das bereits seit Jahren bestehende gemeinsame Rücknahmesystem GRS wurde mit seiner bisherigen Stellung abgeschafft. Eine Übersicht der genehmigten Eigenrücknahmesysteme ist auf der Homepage der stiftung ear veröffentlicht.
Sollten Sie Fragen zum neuen Batteriegesetz haben, dann können Sie uns gerne kontaktieren.

 

05.01.2021 

UFI-Code und Produktmeldung gefährlicher Gemische

Am 1. Januar 2021 ist der neue Anhang VIII der CLP-Verordnung in Kraft getreten. Gefährliche Gemische (mit Gesundheitsgefahren oder physikalischen Gefahren), die an Verbraucher und Gewerbe abgegeben werden, sind nun mit einem UFI-Code zu kennzeichnen und es ist eine Produktmeldung durchzuführen.

Der UFI-Code (Unique Formula Identifier) ist ein 16-stelliger Code, der zur eindeutigen Identifizierung gefährlicher Gemische dient. In Verbindung mit dem UFI-Code ist eine Produktmeldung durchzuführen, in der den national benannten Stellen Informationen (z.B. Rezeptur oder Gefahren- und Sicherheitshinweise) über das gefährliche Gemisch bereitgestellt werden. Im Notfall können dann die national benannten Stellen anhand des UFI-Codes auf die entsprechenden Informationen des Gemisches zugreifen.

Wenn Sie Fragen zur Produktmeldung und zum UFI-Code haben, dann sind Sie bei uns genau richtig.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf unter der Nummer: +49 (0) 511 / 228 514 - 0

15.07.2020 

Im Fokus: Wasch- und Reinigungsmittel sowie Verbraucherprodukte

In der letzten Sitzung des Enforcement Forums der EU wurden die Weichen für die Prüfung von Produkten in den Jahren 2021 und 2022 gestellt.

So sollen 2021 und 2022 im Rahmen eines Pilotprojekts die Einstufung von Gemischen am Beispiel von Wasch- und Reinigungsmitteln überprüft werden. Das Überprüfungsergebnis soll dann 2023 vorliegen.

Als zweites Überwachungsprogramm sollen Verbraucherprodukte dahingehend überprüft werden, ob die Beschränkungen bezüglich ausgewählter gefährlicher Stoffe eingehalten werden. Dabei sollen auch die persistenten organischen Schadstoffe (POP) berücksichtigt werden. Die zu prüfenden Stoffe werden in 2021 bestimmt, und können z.B. auch Phthalate oder PFOS beinhalten. Die Prüfungen sollen dann 2022 durchgeführt werden und das Ergebnis soll 2023 vorliegen.

Die Prüfung schließt auch die Untersuchung der Informationspflichten bezüglich der SVHC-Stoffe ein. Für diese gilt ab 2021 die Meldepflicht bei der ECHA (SCIP), welche mit der Änderung der Abfallrahmenrichtlinie von 2018 implementiert wurde. Die entsprechende Regelung ist auch im §62a des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vorgesehen. Die Änderung hätte bis zum 5. Juli 2020 in nationales Recht umgesetzt werden sollen, befindet sich aber derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren.

24.04.2020 

Neue Medizinprodukteverordnung um ein Jahr verschoben!

Mit der Verordnung (EU) 2017/745 wurde ein neuer Rechtsrahmen geschaffen, um einen reibungslos funktionierenden Binnenmarkt für Medizinprodukte unter Berücksichtigung der in diesem Sektor tätigen kleinen und mittleren Unternehmen sicherzustellen.

Der COVID-19-Ausbruch und die damit einhergehende Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit stellen eine beispiellose Herausforderung für die Mitgliedstaaten und eine schwerwiegende Belastung für die nationalen Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Wirtschaftsakteure dar.

Angesichts der beispiellosen Dimension der gegenwärtigen Herausforderungen und  aufgrund der Komplexität der Verordnung dürften die Mitgliedstaaten, Gesundheitseinrichtungen, Wirtschaftsakteure und andere betroffene Personen höchstwahrscheinlich nicht in der Lage sein , die ordnungsgemäße Durchführung und Anwendung dieser Verordnung zum in ihr festgelegten Geltungsbeginn am 26. Mai 2020 sicherzustellen.

Damit das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts gewährleistet ist, Rechtssicherheit hergestellt wird und potentielle Marktstörungen vermieden werden, ist es angezeigt, den Geltungsbeginn dieser Bestimmungen der Verordnung (EU) 2017/745 um ein Jahr zu verschieben.

Mit der Veröffentlichung der Verordnung (EU) 2020/561 werden Teile der Verordnung (EU) 2017/745 geändert. Hierzu gehört auch die Änderung des Geltungsbeginns vom 26. Mai 2020 auf den 26. Mai 2021. Die Aufhebungstermine für die derzeit gültigen Richtlinien werden ebenfalls auf dieses Datum geändert, so dass sie bis zum 25. Mai 2021 gelten.

26.03.2020 

Änderungen des Verpackungsgesetzes

Am 15. Januar 2020 hat die Bundesregierung den „Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Verpackungsgesetzes“ beschlossen.

Dieser sieht folgende Änderungen vor:

§ 5 wird um Absatz 2 erweitert, welcher das Verbot des Inverkehrbringens von Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von weniger als 50 Mikrometern, die in der Verkaufsstelle mit Waren befüllt werden, vorsieht.

Ausnahme: leichte Kunststofftragetaschen (Wandstärke weniger als 15 Mikrometer), die zur Gewährleistung der erforderlichen Hygiene notwendig sind oder die für die Verpackung loser Lebensmittel vorgesehen sind und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung beitragen
Verstöße gegen dieses Verbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

- Anpassung des § 34 an die Neufassung des § 5

- Zudem werden die Überschriften der Anlage 3 und 4 neu gefasst

Das Gesetz richtet sich an alle Letztvertreiber in Deutschland und tritt 6 Monate nach Verkündigung in Kraft. Somit soll eine ausreichende Übergangzeit gewährleistet werden, in der noch bestehende Bestände der Kunststofftragetaschen abgebaut werden können.

Die Bundesregierung sieht dieses Verbot als notwendig an, da der pro Kopf Verbrauch an leichten Kunststofftragetaschen in Deutschland durch die, seit 2016 geltende, freiwillige „Vereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Kunststofftragetaschen“ zwischen Bundesregierung und dem Handelsverband Deutschland (HDE) zwar deutlich gesunken ist, jedoch noch nicht auf ein Minimum reduziert werden konnte. Das Verbot bezieht sich auch auf Tragetaschen aus bio-basiertem oder bio-abbaubaren Kunststoffen.

Bereits im September 2019 wurde der Gesetzesentwurf von Umweltverbänden als nicht weitreichend genug kritisiert, da das Verbot die Obst- und Gemüsetüten nicht mit einschließt, sowie auf ein vollständiges Verbot von Einwegtragetaschen, ungeachtet des Materials, verzichtet wurde. Der HDE kritisierte das Vorhaben, da die Vorgaben der EU zur Reduzierung leichter Kunststofftragetaschen (ab 2025) durch die freiwillige Vereinbarung bereits erreicht wurden.

12.03.2020 

Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Am 03.02.2020 verabschiedete die Bundesregierung den „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung  der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union“ kurz Änderungen des „Kreislaufwirtschaftsgesetzes“ (KrWG).

Laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wird mit der „Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes […] die Grundlage für wichtige Fortschritte auf dem Weg hin zu weniger Abfall und mehr Recycling gelegt.“ So soll durch das Gesetz der Bund, die Hersteller und die Händler stärker zur Verantwortung gezogen werden. Dabei stehen folgende Punkte im Vordergrund des Interesses:

- Stärkung von Produkten mit Rezyklateinsatz im Rahmen der öffentlichen Beschaffung
- „Obhutspflicht“ der Hersteller und Händler (§§ 24 u. 25)

     - damit soll der Vernichtung von retournierten Waren & Neuwaren, bsp. bei nicht Verkauf Einhalt geboten werden
     - Beteiligung an Reinigungskosten für Einwegprodukte (Bsp.: Reinigung der Parks oder

        öffentlicher Bereiche von Zigarettenkippen und Kaffeebechern)

- Umstellung der Recyclingquoten von der input-orientierten Sichtweise auf ein neues Output-Verfahren
- Freiwillige Rücknahme im Handel (§26)
- KEIN gesondertes Klagerecht für öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger im Zusammenhang mit dem Anzeigeverfahren von gewerblichen Sammlungen

 

Aktuell gibt es im Gesetzestext keine rechtliche Regelung der „Obhutspflicht“, sondern eine Verordnungsermächtigung. Nach eigenen Angaben wird im Bundesumweltministerium bereits an der Erstellung einer „Transparenzverordnung“ gearbeitet, durch die Hersteller und Händler verpflichtet werden sollen, den Umgang mit nicht verkaufter Ware eindeutig zu dokumentieren.

Für die Beteiligung der Hersteller und Händler an den Säuberungskosten für die durch Einwegartikel verursachten Verschmutzungen ist ebenfalls eine Verordnungsermächtigung im Gesetz vorgesehen.

Kritik an den geplanten Gesetzesänderungen kamen unter anderem von den Grünen, dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), den Umweltverbänden (Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)) und dem Handelsverband Deutschland (HDE) sowie der Branchenverband Bitcom. Kritisiert wurden hauptsächlich die nachfolgenden Punkte:

- Möglichkeit der Hersteller zur freiwilligen Rücknahme, da dadurch die Gefahr besteht, das hochwertige Materialien durch die Hersteller abgeschöpft werden (bvse)
- Bevorzugung von Recyclingprodukten durch Streichung der Klagemöglichkeiten im Vergabeverfahren nicht wirksam (bvse)
- Prüfpflicht zum Einsatz von ökologisch vorteilhaften Produkten geht nicht weit genug, Forderung nach einer Pflicht zur Bevorzugung (BDE, DUH)
- Interpretationsspielräume durch Formulierung „unzumutbarer Mehrkosten“ im Bereich öffentliche Beschaffung (DUH)
- Fehlende verbindliche Abfallvermeidungsziele (Nabu, DUH, BUND)
- Fehlende Mindesteinsatzquoten für Rezylate (DUH, BUND, Nabu)
- Fehlende Verpflichtung der Hersteller, reparatur- und recyclingfreundlich zu produzieren (BUND, Nabu, DUH)
- Abfallreduktionsziele zu schwach (Nabu)
- Recyclingquoten für Siedlungsabfälle (65 % bis 2035)  zu schwach (DUH)
- Keine verbindlichen Obhutspflichten für Hersteller und Händler (DHU)
- „Obhutspflicht“ zur Eindämmung von Retourenvernichtung (HDE, Bitcom)

 

Begrüßt wurden hingegen:

Die Streichung der Klagebefugnis im Anzeigeverfahren für gewerbliche Sammlungen (bvse, BDE)
Die Beteiligungspflicht der Hersteller und Händler an den Reinigungskosten des öffentlichen Raums (bvse, BUND)
Verschärfungen im Bereich öffentliche Beschaffung (BDE, DUH)

11.03.2020 

„Chemisches Recycling“ - Ergänzung oder Alternative zu werkstofflichen Verfahren

Das chemische Recycling von Kunststoffen rückt immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit, da es eine Ergänzung zum werkstofflichen Recycling bieten könnte. Aktuell erfolgt das Recycling von Kunststoffen überwiegend mittels mechanischer Verfahren, auch werkstoffliches Recycling genannt. Das werkstoffliche Recycling ist allerdings aufgrund z. B. hoher Sortieranforderungen und abnehmender Materialqualität in jedem Zyklus, begrenzt. Hier kann das chemische Recycling Anwendung finden, denn es ermöglicht die Wiederverwertung von derzeit nicht recycelbaren Kunststoffabfällen wie gemischten oder verunreinigten sowie additivierten Kunststoffen und könnte dazu beitragen, die erhöhten stofflichen Kunststoffrecyclingquoten wesentlich besser zu erreichen, als mit den herkömmlichen Verfahren.

Allerdings wird über dieses Thema immer noch diskutiert, denn laut Bundesumweltministerium ist diese vereinfachende Ergänzung zum werkstofflichen Recycling im Sinne des Verpackungsgesetzes nicht möglich. In diesem heißt es, dass bei einer werkstofflichen Verwertung das Material für eine weitere stoffliche Nutzung erhalten bleiben muss. Beim chemischen Recycling werden allerdings Kunststoffabfälle durch z. B. thermochemische Prozesse, Hydrolyse oder Solvolyse in Rohstoffe oder Monomere umgewandelt, die als Ausgangsmaterial für die Herstellung neuer Kunststoffe verwendet werden können.

Es bleibt weiterhin ein spannendes Thema rund um das chemische Recycling und die zukünftigen Verwertungsverfahren. Die Befürchtung, ein „rohstoffliches“ Verwertungsverfahren könnte die Bemühung zu recycelbaren Werkstoffen im Verpackungsdesign und die Suche nach entsprechender Sortier- und Verwertungsverfahren konterkarieren, ist nicht zu vernachlässigen.  

Sollten Sie Fragen zum chemischen Recycling haben oder diesbezüglich Beratung benötigen, dann kontaktieren Sie uns gerne.

24.02.2020 

Verbot von Einweg-Kunststoffprodukten ab 2021

Mit der EU-Richtlinie 2019/904 vom 05. Juni 2019 wurde das Verbot bestimmter Kunststoff-Einwegartikel beschlossen. Die Umsetzung der Richtlinie muss mit einigen Ausnahmen von den Mitgliedstaaten bis zum 3. Juli 2021 erfolgen. 

Folgende Einwegartikel aus Kunststoff sind von dem Verbot betroffen:

- Wattestäbchen

- Besteck (Gabeln, Messer, Löffeln, Essstäbchen)

- Teller (auch Schalen)

- Trinkhalme

- Rührstäbchen (z. B. für Kaffee)

- Luftballonstäbe zur Stabilisierung der Ballons

- Verpackungen für Speisen und Getränke aus expandiertem Polystyrol (mit oder ohne Deckel) für den Sofortverzehr

Wichtig: Auch Produkte aus Papier (z. B. Papierbecher) mit einer Kunststoffbeschichtung  zählen als Einwegkunststoffartikel, denn:

ein „Einwegkunststoffartikel“ ist ein ganz oder teilweise aus Kunststoff bestehender Artikel, der nicht für eine lange Lebensdauer konzipiert, entwickelt und in Verkehr gebracht wird, Im Umkehrschluss sind Einweg­kunststoffartikel in der Regel für einen einmaligen oder kurzzeitigen Gebrauch bestimmt.

Verboten werden außerdem Artikel aus „oxo-abbaubarem Kunststoff“. Hierbei enthält der Kunststoff Zusatzstoffe, die durch Oxidation einen Zerfall des Kunststoffs in Mikropartikel oder einen chemischen Abbau herbeiführen.

 

Neben dem Verbot von den oben genannten Einwegkunststoffartikel sieht die Richtlinie weitere Änderungen vor:

- Verbrauchsminderung bestimmter Einwegkunststoffprodukte

- Produktanforderungen für bestimmte Getränkebehälter und Getränkeflaschen (Umsetzung bis 3. Juli 2024)

- Kennzeichnungspflichten für bestimmte Einwegkunststoffprodukte

- Erweiterte Herstellerverantwortung für bestimmte Einwegkunststoffprodukte und für Fanggeräte, die Kunststoff enthalten (Umsetzung bis 31. Dezember 2024)

- Getrennte Sammlung für Abfälle bestimmter Einwegkunststoffprodukte

- Aufklärungsmaßnahmen für Verbraucher

Hersteller von Einwegkunststoffartikel müssen nun reagieren und Alternativen für Ihre Produkte finden.

 

Benötigen Sie hierfür Unterstützung oder haben Fragen zu diesem Thema, dann kontaktieren Sie uns.

Gerne beraten wir Sie auch zu verwandten Themen, wie ökologische Beteiligungsentgelte („eco-modulation“, Recyclingfähigkeit, Design for Recycling oder den „Green Deal“ der EU betreffenden Produkte und Abfall.

 

 

10.02.2020 

Behörden prüfen 2020 Online-Shops auf Einhaltung der Vorschriften beim Verkauf von Chemikalien

Laut Mitteilung der ECHA konzentrieren sich die Marktaufsichtsbehörden 2020 auf den Online-Verkauf von Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen, bei dem 29 Länder mitmachen.

Das Überwachungsziel sind Produkte für die Öffentlichkeit und Gewerbe, die in privaten Firmen-Webshops und auf Marketplace Plattformen, wie Amazon und eBay, angeboten werden.

Hierbei soll geprüft werden, ob die Informationen über gefährliche Stoffe für die Produkte vor dem Kaufabschluss angezeigt werden und ob bestimmte Anforderungen der Vorschriften erfüllt werden. Dies kann durch Prüfung der Werbung für das Produkt oder durch den Kauf und die anschließende Analyse erfolgen. Bei der Werbung soll insbesondere geprüft werden, ob die Gefahrenklassen und die Gefahrenkategorien entsprechend der CLP-Verordnung in geeigneter Form den Verbrauchern angegeben wird.

Zum Beispiel sollen auch Produkte betrachtet werden, wie Spielzeug und Textilien, hinsichtlich beschränkter Stoffe und die Anforderungen hierzu gemäß der REACH-Verordnung.

Auch Biozid-Produkte, die nach der Verordnung zugelassen sind, sowie auch Produkte, die gemäß den Übergangsregelungen auf dem Markt sind, sind ebenfalls Bestandteil dieser Inspektionen.

30.01.2020 

Kennzeichnungspflicht bei Gemischen auf 2021 verschoben

Mit der Verordnung (EU) 2020/11 der Kommission wurde die harmonisierte Kennzeichnungspflicht bei gefährlichen Gemischen, die an Verbraucher abgegeben werden, auf den 1.1.2021 verschoben. Ab diesen Datum müssen dann gefährliche Gemische, die an Verbraucher oder Gewerbe abgegeben werden, mit der UFI-Nummer gekennzeichnet sein. Das Datum bei industrieller Verwendung bleibt unverändert. Gleichzeitig wurden die Anforderungen aufgrund von Wünschen der Wirtschaftsteilnehmer nutzerfreundlicher angepasst. 

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsetzung, so helfen wir Ihnen gerne.

11.07.2019 

Europäische Leitlinien zur Eco-Fee-Modulierung

Die Umweltkanzlei Dr. Rhein ist unter Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette von Verpackungen (u. a. Verpackungshersteller und -anwender sowie Duale Systeme) ebenfalls ein Zeichner der „Europäischen Leitlinien zur Eco-Fee-Modulierung: Empfehlungen der Verpackungswertschöpfungskette in Deutschland“. Diese Leitlinien setzen sich zum Ziel, eine einheitliche europäische Kreislaufwirtschaft unter der Nutzung der Eco-Fee-Modulierung (Anreize durch ökologische Beteiligungsentgelte) voranzutreiben.

Auf folgende 5 Punkte, die in den Leitlinien zu berücksichtigen sind, wurde sich geeinigt:

  • Recyclingfähigkeit einer Verpackung als das entscheidende Kriterium der Eco-Fee-Modulierung
  • Möglichkeit der Anwendung des deutschen Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit
  • Mitgliedsstaaten der EU entscheiden über den Umfang des Wettbewerbs bei Rücknahme- (EPR-) Systemen
  • Gemeinsames Verständnis zu Begriffen und Definitionen ist in Europa notwendig
  • Harmonisierung der Dokumentationspflichten von Herstellern

Zusätzlich geben die Fachkreise Empfehlungen zur Förderung der Verwendung von Rezyklaten und nachwachsenden Rohstoffen.

Warum beteiligt sich Umweltkanzlei an solchen Leitlinien-Empfehlungen?

Als Sachverständige sind wir auf konkrete Anforderungen und Regelungen gerade auch unter Wettbewerbsbedingungen angewiesen. Voraussetzung für deren Akzeptanz ist ein breites gemeinsames Verständnis bei gleichzeitig klaren Zielvorgaben. Dann sind wir dabei. 

28.06.2019 

Es wird ernst.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister übergibt Verstöße gegen das Verpackungsgesetz an den Ländervollzug.

Laut Recyclingmagazin vom 28.06.2019 meldete die Zentrale Stelle Verpackungsregister 2.000 Ordnungswidrigkeiten an den Länderverzug. Diese bezogen sich vor allem auf festgestellte Unstimmigkeiten bei dem Datenabgleich zwischen Systemen und Verpflichteten sowie auf Missachtungen der Prüfleitlinien Vollständigkeitserklärung der ZSVR durch registrierte Prüfer. Diese hätten sich wohl z. T. bzw. vollumfänglich nicht an die geltenden Regeln der ZSVR für die Prüfung der Vollständigkeitserklärung für das Jahr 2018 gehalten.

Wenn Sie Fragen zu den Verpflichtungen rund um das Thema Verpackungen gemäß des Verpackungsgesetzes bzw. den Prüfleitlinien (Vollständigkeitserklärung / Mengenstromnachweis) haben, dann sind Sie bei uns genau richtig.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf unter der Nummer: +49 (0) 511 / 228 514 - 0

16.04.2019 

Wir verändern uns räumlich - unser Dienstleistungsspektrum bleibt.

Nach gut 20 Jahren verlassen wir unser Büro in Sarstedt und ziehen nach Hannover-Laatzen. Ab  17.06.2019 erreichen Sie uns in gewohnter Qualität unter unserer neuen Adresse: Würzburger Str. 8, 30880 Laatzen.

Einen neuen Anfang in neuen Räumen haben wir in Dresden gestartet. Unser Büro in Dresden wird von Frau Sager und Herrn Schulte betreut. Neben Fragen rund um das Verpackungsgesetz stehen Ihnen unsere beiden Sachverständigen auch in Angelegenheiten zu Elektroaltgeräten, Batterien und Gewerbeabfall zu Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an: 0351. 795 242-44 Heidestraße 21, 01127 Dresden